OVH-NEWS! Ausgebremst

15 07 2018

Über diese Bücher wird in den Netzwerken momentan am meisten gesprochen, meldet Buchmarkt.de. Eine Recherche ergab: als e-Book im OnleiheVerbundHessen findet man von diesen 20 Top-Titeln lediglich zwei.  Warum ist das so?

Zum einen liegen die E-Book- Preise für den Lizenzerwerb durch Bibliotheken höher als im regulären Einkauf, gleichzeitig ist die Nutzungsfrist begrenzt. Gillian Flynns „Dark Places – Gefährliche Erinnerung“ beispielsweise kostet für eine Privatperson 9,99 € und kann von dieser zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Bei Erwerb durch eine Bibliothek/einen Bibliotheksverbund werden pro Lizenz 19,49 € fällig. Genutzt werden kann diese maximal 48 Monate, höchstens jedoch 52 Ausleihen lang. Bei Stephen Hawkings „Kurzer Geschichte der Zeit“ liegt der Preisfaktor noch höher: einem Privatpersonen-Preis für 4,99 € steht ein Bibliothekspreis von 14,99 € gegenüber. Auch hier beträgt die maximale Nutzungszeit 48 Monate, jedoch maximal 52 Ausleihen.

Wir als OnleiheVerbundHessen sind als öffentliche vom Steuerzahler finanzierte Einrichtung zu einer sparsamen Mittelbewirtschaftung verpflichtet und können gemäß unseren Erwerbungsgrundsätzen für Lizenzen im Verbund keine entsprechend hoch ausgepreisten Titel kaufen.

Zum anderen gibt es aber auch das die „Windowing“ benannte Bibliotheks-Sperre: Lizenzen für diese Titel können durch Bibliotheken erst gar nicht erworben werden. 11 der 20 vorgestellten Top-Titel wurden seitens der Verlage mit einer Sperrfrist belegt, d.h. sie können erst gar nicht erworben und Bibliotheksnutzerinnen und -nutzern zur Verfügung gestellt werden. Auf Titel wie den neuen „Kluftinger“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr, den „Ernährungskompass“ von Bas Kast oder „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht müssen sie in der Onleihe bis zu 12 Monaten warten.

Damit wir als OnleiheVerbundHessen – ebenso wie alle anderen Onleihen – unseren Leserinnen und Lesern auch topaktuelle und gefragte Titel anbieten können brauchen wir dringend eine Aktualisierung des Urheberrechts mit dem Ziel der rechtlichen Gleichstellung des E-Book-Verleihs mit der Ausleihe körperlicher Medien, um eindeutige Regelungen für faire Lizenzvergabemodelle zu schaffen. Mehr Informationen hierzu und Tipps, wie man unterstützen kann, gibt es auf den Seiten des Deutschen Bibliotheksverbandes.

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INFO! Was darf ins Handgepäck – und was nicht?

27 06 2018

Sommerzeit ist Urlaubsszeit! Viele packen jetzt wieder die Koffer und fahren weg. Nicht wenige steigen für den Urlaub auch in das Flugzeug. Doch was darf eigentlich mit ins Handgepäck und was nicht? Und vorallem: Ist noch der ebosicherheitskontrolle-und-handgepaeck-was-sie-wissen-solltenok-Reader erlaubt, damit man sich die Flugzeit mit dem Schmökern von toller Lektüre verkürzen kann?

Quelle: Was darf ins Handgepäck – und was nicht?





NEWS! Urheberrechtsstreit um E-Books: gutenberg.org sperrt deutsche Nutzer

2 05 2018

Die Project Gutenberg Literary Archive Foundation, die das US-E-Book-Portal gutenberg.org betreibt, hat alle User mit einer deutschen IPv4-Adresse bis auf weiteres blockiert. Hintergrund ist eine Entscheidung des Frankfurter Landgerichts, nach dem der Foundation ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro angedroht wird, wenn es weiter kostenlos Werke von Thomas und Heinrich Mann sowie Alfred Döblin zum Download stellen würde.

Quelle: Urheberrechtsstreit um E-Books von Mann und Döblin / gutenberg.org sperrt deutsche Nutzer / boersenblatt.net

 





INFO! Warum gibt es viele Besteller (noch) nicht in der Onleihe?

4 03 2018

Viele Nutzerinnen und Nutzer unserer Onleihe wissen es schon: Öffentliche Bibliotheken können nicht ohne weiteres auf dem freien Markt erhältliche E-Books für den „Verleih“ an ihre Leserinnen und Leser erwerben. Die Rechteinhaber – sprich: die Verlage – können frei entscheiden, ob sie mit den Bibliotheken entsprechende Lizenzen abschließen – und falls ja, unter welchen Bedingungen.

Sie können z. B. Lizenzen für E-Medien zu einem deutlich höheren Preis als dem Ladenpreis verkaufen und/oder stellen sie nur für eine deutlich begrenzte Laufzeit zur Verfügung.  Lizenzen für E-Medien der Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier z. B. sind für Bibliotheken teurer als für Einzelkunden und können dann auch nur eine kurze Zeitspanne genutzt werden.

Relativ neu ist eine weitere Hürde: der sogenannte „Library Block“ oder das „Windowing“. Das bedeutet: Verlage bieten ihre Neuerscheinungen erst mit deutlicher Zeitverzögerung zum Lizenzerwerb an.

Jüngst verkündete z. B. die Verlagsgruppe Random House, ihre Neuerscheinungen ab sofort erst mit einem zeitlichen Verzug von 3 bis maximal 12 Monaten anzubieten.  Auch Bastei Lübbe arbeitet mit unterschiedlichen Sperrfristen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Verlage ihre Vertriebspolitik hinsichtlich Sperrfristen gegenüber unserem Dienstleister auch nicht kommunizieren, so dass dieser uns keine komplette Übersicht darüber geben kann, welche Verlage mit welchen Sperrfristen arbeiten.

Unser Dienstleister befindet sich aber dauerhaft mit den Verlagen im Gespräch. So ist es gelungen, dass der DuMont-Verlag nicht mehr mit Sperrfristen arbeitet und wir Lizenzen zeitnah nach Erscheinung erwerben können.

In der Gesamtansicht bedeutet das konkret aber, dass wir Ihnen zukünftig viele Onleihe-Titel nur mit einer Zeitverzögerung von bis zu einem Jahr werden anbieten und auch keine genaue Zeitprognose zum Erscheinungsdatum werden abgeben können.

 





OVH-NEWS! Änderungen in AGB und Datenschutzerklärung

13 08 2017

Am 14.08. werden unsere AGB und Datenschutzbestimmungen aktualisiert. Bei der ersten Anmeldung ab dem Stichtag ist eine erneute Bestätigung von AGB und Datenschutzbestimmung notwendig.  Die Änderungen betreffen insbesondere die Angebote von  Tigerbooks und Drittanbietern. Zusätzlich gibt es kleinere Anpassungen im ganzen Text, wie z.B. DiViBib zu divibib, o. Ä. Die vollständigen Änderungen finden Sie hier.

Die vollständige und aktualisierte AGB und Datenschutzerklärung finden Sie ab dem 14.08.2017 auf unserer Portalseite.





RECHT! Portugal erlaubt Umgehung von Kopierschutz/DRM

17 05 2017

Das portugiesische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, wonach die Umgehung von Kopierschutztechnologien für Wissenschaft, Bildung und Privatkopie explizit erlaubt wird. Ein Gespräch mit Marcos Marado über Hintergründe und Folgen dieser bahnbrechenden Entscheidung. Eine der problematischsten Ideen, die Mitte der 1990er Jahre in internationale Verträge zum Urheberrecht hineinlobbyiert und danach via EU-Urheberrechtsrichtlinie den Weg auch ins deutsche Urheberrecht gefunden hat, ist das Verbot der Umgehung von Kopierschutztechnologien (Digitales Rechtemanagement, DRM). Gemäß § 95a UrhG ist nicht nur das Aushebeln von Kopierschutz untersagt, auch „die Herstellung, die Einfuhr, die Verbreitung, der Verkauf, die Vermietung“ bis hin zum gewerblich motivierten Besitz von Werkzeugen, die eine solche Umgehung des Kopierschutzes ermöglichen.

Quelle: netzpolitik.org





NEWS! Suchmaschinen drehen illegalen Download-Seiten den Traffic ab

30 04 2017

Suchmaschinen sind für zahlreiche Websites ein wichtiger Traffic-Zulieferer, viele Plattformen erhalten mehr als 50 Prozent ihrer Besucher über Google & Co. Illegale Download-Angebote müssen inzwischen aber fast durchweg ohne diesen Traffic-Kanal auskommen, auch im Bereich der eBook Warez sind die großen Plattformen bei Google inzwischen praktisch unsichtbar. Am gestrigen Montag wurde publik, dass Google und Microsoft in Großbritannien…

Quelle: Suchmaschinen drehen illegalen Download-Seiten den Traffic ab » lesen.net