EuGH: Gebrauchte E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden

8 01 2020

Ein niederländischer Leseclub, der „gebrauchte“ E-Books weitervermittelt, benötigt für seine Dienste die Erlaubnis der Urheber. Gelesene E-Books dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht ohne weiteres als „gebrauchte“ Exemplare übers Internet weiterverkauft werden. Nach EU-Recht handele es sich dabei um eine „öffentliche Wiedergabe“, für die es die Erlaubnis der Urheber bedürfe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag (Rechtssache C-263/18).

Weiterlesen & Quelle: EuGH: Gebrauchte E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden | heise online





INFO! Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige laufen / Hausdurchsuchung bei E-Book-Piraten

23 11 2019

Ein 53-jährigen Österreicher und eine 72-Jährige Deutsche sollen mehr als 10.000 E-Books illegal über Tauschbörsen verbreitet und damit gut verdient haben – nun laufen Strafverfahren.

Quelle: Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige laufen / Hausdurchsuchung bei E-Book-Piraten / boersenblatt.net / 2019-10-30





Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) begrüßt Entscheidung des Deutschen Bundestages

13 11 2019

Der Deutsche Bibliotheksverband begrüßt, dass der Deutsche Bundestag am 06. November den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für alle Verlagserzeugnisse beschlossen hat. Damit erstreckt sich der nach EU-Recht reduzierte Steuersatz von 7% nicht nur auf gedruckte Presse- und Bucherzeugnissen, sondern auch auf Apps, Websites und jetzt auch auf Datenbankangebote mit Büchern, Zeitungen und Zeitschriften.

Wir vom OnleiheVerbundHessen freuen uns über dieses deutliche Bekenntnis zur Stärkung digitaler Angebote in Bibliotheken.

Quelle & Weiterlesen hier: dbv – presse_details





NEWS! Wir könnten niemals einen gebrauchten E-Book-Marktplatz sehen

20 01 2019

Seitdem e-Books im letzten Jahrzehnt zum ersten Mal populär wurden, haben verschiedene Unternehmen auf der ganzen Welt mit einem Marktplatz für gebrauchte E-Books experimentiert. Die populärste Entwicklung in Nordamerika war ReDigi, die 2011 begann, aber durch eine Klage verschiedener Verlagsorganisationen 2013 bereits schließen musste. Seitdem ist der Fall vor verschiedenen Gerichten behandelt worden, und letzte Woche hat der Second Circuit Court of Appeals den Prozess eingestellt. Damit ist es fast unmöglich, dass ein solcher Dienst in der Zukunft existiert.

Quelle: goodereader.com (Englisch)





Deutscher Bibliotheksverbund: Ihre Unterstützung ist uns wichtig

6 10 2018

Wir haben es ja schon häufiger thematisiert: die Bereitstellung von E-Medien in Bibliotheken ist nicht ganz so einfach, wie man meinen könnten. Der deutsche Bibliotheksverband hat alle wichtigen Informationen zum Thema zusammengetragen und die Kampagne  „Right to e-read“ – „E-Medien in der Bibliothek – mein gutes Recht!“ gestartet:

E-Medien sind Bestandteil des öffentlichen und kulturellen Lebens. Der Zugang dazu in Ihrer Bibliothek ist Ihr gutes Recht. Unterstützen Sie die Bibliotheken dabei, eine eindeutige gesetzliche Regelung zu erzielen, damit sie ihren Bildungs- und Informationsauftrag im vollen Umfang auch weiterhin in Ihrem Interesse erfüllen können!

Nutzen Sie das Musterschreiben, das wir in dem blauen Kasten rechts verlinkt haben, als Grundlage, um an den jeweiligen Bundestagsabgeordneten aus Ihrem Wahlkreis zu schreiben.

Quelle: https://www.bibliotheksverband.de/dbv/kampagnen/e-medien-in-der-bibliothek.html





Unbeschränkter Zugang zu E-Books in Bibliotheken in der Diskussion

9 09 2018

Wachsende Querelen um ein unbeschränktes Anbieten von E-Books wurden jüngst auf einem Symposium der Deutschen Literaturkonferenz im Grimm-Zentrum der Berliner Humboldt-Universität heiß diskutiert: Viele Publikumsverlage fürchten um ihren Profit und sperren sich dagegen. Bibliotheken beispielsweise erwerben Lizenzen für die auf den Aggregatoren-Servern gespeicherten E-Books. Diese Lizenzen gelten jedoch nur für bestimmte Zeiträume oder eine bestimmte Anzahl von Ausleihen. Das hat für die Leser unerfreuliche Konsequenzen … Quelle: Beschränkte E-Books in Bibliotheken: Die Datei ist leider verliehen





OVH-NEWS! Ausgebremst

15 07 2018

Über diese Bücher wird in den Netzwerken momentan am meisten gesprochen, meldet Buchmarkt.de. Eine Recherche ergab: als e-Book im OnleiheVerbundHessen findet man von diesen 20 Top-Titeln lediglich zwei.  Warum ist das so?

Zum einen liegen die E-Book- Preise für den Lizenzerwerb durch Bibliotheken höher als im regulären Einkauf, gleichzeitig ist die Nutzungsfrist begrenzt. Gillian Flynns „Dark Places – Gefährliche Erinnerung“ beispielsweise kostet für eine Privatperson 9,99 € und kann von dieser zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Bei Erwerb durch eine Bibliothek/einen Bibliotheksverbund werden pro Lizenz 19,49 € fällig. Genutzt werden kann diese maximal 48 Monate, höchstens jedoch 52 Ausleihen lang. Bei Stephen Hawkings „Kurzer Geschichte der Zeit“ liegt der Preisfaktor noch höher: einem Privatpersonen-Preis für 4,99 € steht ein Bibliothekspreis von 14,99 € gegenüber. Auch hier beträgt die maximale Nutzungszeit 48 Monate, jedoch maximal 52 Ausleihen.

Wir als OnleiheVerbundHessen sind als öffentliche vom Steuerzahler finanzierte Einrichtung zu einer sparsamen Mittelbewirtschaftung verpflichtet und können gemäß unseren Erwerbungsgrundsätzen für Lizenzen im Verbund keine entsprechend hoch ausgepreisten Titel kaufen.

Zum anderen gibt es aber auch das die „Windowing“ benannte Bibliotheks-Sperre: Lizenzen für diese Titel können durch Bibliotheken erst gar nicht erworben werden. 11 der 20 vorgestellten Top-Titel wurden seitens der Verlage mit einer Sperrfrist belegt, d.h. sie können erst gar nicht erworben und Bibliotheksnutzerinnen und -nutzern zur Verfügung gestellt werden. Auf Titel wie den neuen „Kluftinger“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr, den „Ernährungskompass“ von Bas Kast oder „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht müssen sie in der Onleihe bis zu 12 Monaten warten.

Damit wir als OnleiheVerbundHessen – ebenso wie alle anderen Onleihen – unseren Leserinnen und Lesern auch topaktuelle und gefragte Titel anbieten können brauchen wir dringend eine Aktualisierung des Urheberrechts mit dem Ziel der rechtlichen Gleichstellung des E-Book-Verleihs mit der Ausleihe körperlicher Medien, um eindeutige Regelungen für faire Lizenzvergabemodelle zu schaffen. Mehr Informationen hierzu und Tipps, wie man unterstützen kann, gibt es auf den Seiten des Deutschen Bibliotheksverbandes.