TEST! Pocketbook InkPad 3 Pro

30 10 2019

Wir teilen ja regelmäßig Testberichte für eReader oder andere Geräte. Heute stellen wir einmal einen eigenen Test vor. Die Firma Pocketbook hat uns leihweise ein Pocketbook InkPad 3 Pro zur Verfügung gestellt, den wir genauer unter die Lupe nehmen wollten. Unsere Kollegin hat folgenden, kleinen Testbericht verfasst:

„Hui, ist der groß!“ ist mein erster Eindruck beim Auspacken des Pocketbook InkPad 3 Pro. Und wiegt dabei weniger nur unwesentlich mehr mein alter 6-Zoller. Der eReader liegt gut in der Hand, fühlt sich wertig an und wirkt durch den schmalen Rahmen sehr filigran. Positiv fällt beim Auspacken außerdem auf: eine Schutzhülle ist gleich mit im Paket.

Größenvergleich Tolino shine 3 – Pocketbook InkPad 3 Pro:

Die Einrichtung ist in wenigen Schritten erledigt. Ich muss mich nicht einmal bei irgendeinem Shop registrieren, kann das problemlos überspringen. Jetzt suche ich den Webbrowser, den ich schnell finde, um zur Onleihe-Seite zu kommen. Beim Tippen der URL fällt mir auf, dass die Tastatur ungewohnt aussieht. Beim näheren Nachsehen stelle ich fest: es gibt einen Button „EN“. Aha, das scheint eine englische Tastatur zu sein. Ich wechsle zur deutschen Tastatur. Problemlos öffnet sich die eReader-Onleihe. Ich stöbere bei den zuletzt zurückgegebenen Titeln und finde sogleich einen schönen Schmöker zum Lesen. Beim Ausleihen stelle ich fest: das neue DRM CARE kann das Pocketbook (noch?) nicht, ich muss den Reader also zunächst mit meiner Adobe ID authorisieren, Gesagt, getan: jetzt kann das Lesen losgehen. Von meinem eBook-Reader bin ich gewohnt, dass ein kleiner Druck in die rechte untere Ecke reicht um zu blättern, hier muss ich merken, dass das nicht immer reicht. Entweder feste draufdrücken oder wischen ist angesagt. Da nutze ich doch lieber die praktischen Blättertasten.

Zum Lesen komme ich erstmal nicht, denn ich erkunde das umfangreiche Menü:

Zunächst die Beleuchtung: Wie auch beim kleinen Bruder Pocketbook Touch 3 HD lässt die Beleuchtung keine Wünsche offen: Man kann zum einen die Helligkeit manuell einstellen, zum anderen die Blaulicht-Reduktion, genannt Smartlight.

Beides kann man voneinander unabhängig auch auf Automatik setzen.

Den Weg um Leseeinstellungen wie Schriftart, Zeilenabstand, Ausrichtung oder Seitenrand ändern zu können, finde ich intuitiv durch klicken in die Mitte des Displays. Man kann auch die Silbentrennung ein- und ausschalten. Wie man es vom Smartphone kennt, kann die Ausrichtung automatisch gedreht werden, je nachdem, wie man den Reader hält.

Testweise leihe ich noch eine Graphic-Novel und ein pdf-Dokument herunter, außerdem einen französischen Titel. Graphic-Novel und pdf lassen sich sehr gut zoomen. Beim Anlesen des französischen Titels will ich eine Vokabel nachschlagen. Als ich ein Wörterbuch herunterladen will, muss ich feststellen, dass die Wörterbücher immer nur ins Englische übersetzen. Da wäre ein einsprachiges Wörterbuch hilfreicher.

Barrierefreiheit steht für uns als Bibliothek an erster Stelle. Daher bin ich begeistert von der Vorlese-Funktion. Standardmäßig ist eine amerikanische Stimme eingestellt, man kann aber sowohl eine weibliche, als auch eine männliche Lesestimme zum Vorlesen des E-Books für andere Sprachen herunterladen. Deutsch lesen die Computerstimmen Marlene und Hans. Und das für eine Computerstimme gar nicht mal so schlecht.

Ein großes Plus: man kann beim Anhören die Lesegeschwindigkeit einstellen.

Zur Tonausgabe ist im Lieferumgang ein Adapter für Kopfhörer/Boxen. Beim Vorlesen wird der gerade gelesene Text unterstrichen, so dass sich diese Funktion z. B. auch zur Unterstützung beim Fremdsprachen-Lesen anbieten könnte.

Im Reader ist auch ein MP3-Player integriert, d. h. es können auch Hörbücher oder Musik abgespielt werden. Man kann sogar parallel Musik hören zum Lesen eines E-Books. Klasse!

Wer einmal eine Pause vom Lesen braucht, findet einige Spiele wie z. B. Schach oder Sudoku im Menü.

Man kann über den Reader auf die Pocketbook Cloud und die Dropbox zugreifen, und kann sich E-Mails über Send-to-Pocketbook schicken lassen.

Fazit: Das Pocketbook InkPad 3 Pro überzeugt (fast) restlos. Viel-Leser, die gerne auch die weiteren Funktionen nutzen sowie Menschen mit Sehbeeinträchtigung werden mit dem Gerät ihre Freude haben. Da ist auch der im Vergleich zu den Standard-Modellen erhöhte Preis zu gerechtfertigen. Die Reaktionsgeschwindigkeit könnte für so ein Highend-Gerät etwas fixer sein, ist aber noch im Rahmen.

Vittoria Ollig, OnleiheVerbundHessen

 

 





NEWS! PocketBook bringt InkPad3 auf den Markt

21 08 2019

Das InkPad3 soll PocketBooks neuer Premium-E-Reader werden. Dazu verbaut PocketBook die Technik seines Spitzengeräts Touch HD 3 ins Großformat: Mit einer Bildschirmdiagonale von 7,8 soll das InkPad3 Pro vor allem auch ältere Menschen und Comic-Leserinnen und -leser ansprechen. Weiterlesen …

(Quelle: www.boersenblatt.net)





FAQ! Pocketbook InkPad 3

31 10 2018

Das Pocketbook InkPad 3 ist nicht für die E-Reader-Onleihe freigeschaltet, deshalb wird keine lesbare Version der Onleihe auf dem Gerät angezeigt. Unser Dienstleister ist informiert und versucht mit dem Support von Pocketbook das Problem zu lösen.