NEWS! Deutscher Bibliotheksverband sucht politischen Kontakt

13 02 2022

Zuletzt war der Verleih von E-Books in Bibliotheken Teil des Koalitionsvertrags der neuen Bundesregierung. Darin war die Rede von „fairen“ Bedingungen, was von Verlagen wie Bibliotheken zugleich als Fortschritt verbucht wurde. Die Detailarbeit müsse aber nun in der konkreten Ausarbeitung folgen. Und dazu macht der Deutsche Bibliotheksverband derzeit erste Schritt.

Quelle: buchreport – Deutscher Bibliotheksverband sucht politischen Kontakt





OVH-NEWS! Ausgebremst

15 07 2018

Über diese Bücher wird in den Netzwerken momentan am meisten gesprochen, meldet Buchmarkt.de. Eine Recherche ergab: als e-Book im OnleiheVerbundHessen findet man von diesen 20 Top-Titeln lediglich zwei.  Warum ist das so?

Zum einen liegen die E-Book- Preise für den Lizenzerwerb durch Bibliotheken höher als im regulären Einkauf, gleichzeitig ist die Nutzungsfrist begrenzt. Gillian Flynns „Dark Places – Gefährliche Erinnerung“ beispielsweise kostet für eine Privatperson 9,99 € und kann von dieser zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Bei Erwerb durch eine Bibliothek/einen Bibliotheksverbund werden pro Lizenz 19,49 € fällig. Genutzt werden kann diese maximal 48 Monate, höchstens jedoch 52 Ausleihen lang. Bei Stephen Hawkings „Kurzer Geschichte der Zeit“ liegt der Preisfaktor noch höher: einem Privatpersonen-Preis für 4,99 € steht ein Bibliothekspreis von 14,99 € gegenüber. Auch hier beträgt die maximale Nutzungszeit 48 Monate, jedoch maximal 52 Ausleihen.

Wir als OnleiheVerbundHessen sind als öffentliche vom Steuerzahler finanzierte Einrichtung zu einer sparsamen Mittelbewirtschaftung verpflichtet und können gemäß unseren Erwerbungsgrundsätzen für Lizenzen im Verbund keine entsprechend hoch ausgepreisten Titel kaufen.

Zum anderen gibt es aber auch das die „Windowing“ benannte Bibliotheks-Sperre: Lizenzen für diese Titel können durch Bibliotheken erst gar nicht erworben werden. 11 der 20 vorgestellten Top-Titel wurden seitens der Verlage mit einer Sperrfrist belegt, d.h. sie können erst gar nicht erworben und Bibliotheksnutzerinnen und -nutzern zur Verfügung gestellt werden. Auf Titel wie den neuen „Kluftinger“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr, den „Ernährungskompass“ von Bas Kast oder „Jäger, Hirten, Kritiker“ von Richard David Precht müssen sie in der Onleihe bis zu 12 Monaten warten.

Damit wir als OnleiheVerbundHessen – ebenso wie alle anderen Onleihen – unseren Leserinnen und Lesern auch topaktuelle und gefragte Titel anbieten können brauchen wir dringend eine Aktualisierung des Urheberrechts mit dem Ziel der rechtlichen Gleichstellung des E-Book-Verleihs mit der Ausleihe körperlicher Medien, um eindeutige Regelungen für faire Lizenzvergabemodelle zu schaffen. Mehr Informationen hierzu und Tipps, wie man unterstützen kann, gibt es auf den Seiten des Deutschen Bibliotheksverbandes.





INFO! Warum gibt es viele Besteller (noch) nicht in der Onleihe?

4 03 2018

Viele Nutzerinnen und Nutzer unserer Onleihe wissen es schon: Öffentliche Bibliotheken können nicht ohne weiteres auf dem freien Markt erhältliche E-Books für den „Verleih“ an ihre Leserinnen und Leser erwerben. Die Rechteinhaber – sprich: die Verlage – können frei entscheiden, ob sie mit den Bibliotheken entsprechende Lizenzen abschließen – und falls ja, unter welchen Bedingungen.

Sie können z. B. Lizenzen für E-Medien zu einem deutlich höheren Preis als dem Ladenpreis verkaufen und/oder stellen sie nur für eine deutlich begrenzte Laufzeit zur Verfügung.  Lizenzen für E-Medien der Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier z. B. sind für Bibliotheken teurer als für Einzelkunden und können dann auch nur eine kurze Zeitspanne genutzt werden.

Relativ neu ist eine weitere Hürde: der sogenannte „Library Block“ oder das „Windowing“. Das bedeutet: Verlage bieten ihre Neuerscheinungen erst mit deutlicher Zeitverzögerung zum Lizenzerwerb an.

Jüngst verkündete z. B. die Verlagsgruppe Random House, ihre Neuerscheinungen ab sofort erst mit einem zeitlichen Verzug von 3 bis maximal 12 Monaten anzubieten.  Auch Bastei Lübbe arbeitet mit unterschiedlichen Sperrfristen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Verlage ihre Vertriebspolitik hinsichtlich Sperrfristen gegenüber unserem Dienstleister auch nicht kommunizieren, so dass dieser uns keine komplette Übersicht darüber geben kann, welche Verlage mit welchen Sperrfristen arbeiten.

Unser Dienstleister befindet sich aber dauerhaft mit den Verlagen im Gespräch. So ist es gelungen, dass der DuMont-Verlag nicht mehr mit Sperrfristen arbeitet und wir Lizenzen zeitnah nach Erscheinung erwerben können.

In der Gesamtansicht bedeutet das konkret aber, dass wir Ihnen zukünftig viele Onleihe-Titel nur mit einer Zeitverzögerung von bis zu einem Jahr werden anbieten und auch keine genaue Zeitprognose zum Erscheinungsdatum werden abgeben können.

 





NEWS! Penguin Random House regelt E-Book-Verleih neu

6 03 2016

Wie Buchreport berichtet, hat der weltgrößte Publikumsverlag Penguin Random House die Konditionen der Ausleihe von eBooks in Bibliotheken in den USA und Großbritannien neu geregelt hat. Details finden Sie hier. Wir sind gespannt, wie sich diese Thematik in Deutschland entwickelt.

(Quelle: www.buchreport.de)





STUDIE: Jeder vierte E-Leser nutzt E-Book-Verleih

22 10 2014

Laut einer aktuellen Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom lesen 24% der Deutschen zumindest ab und zu E-Books.

Dabei greift etwa die Hälfte der E-Book-Leser auf alternative Bezugsquellen zurück: Inzwischen leiht ein Viertel der befragten Leser E-Books über die Onleihe aus. Genutzt werden außerdem kommerzielle Anbieter wie Skoobe oder die Fachbuchplattform PaperC sowie frei verfügbare E-Books, zum Beispiel aus dem „Project Gutenberg“. Mehr …