INFO! Warum gibt es viele Besteller (noch) nicht in der Onleihe?

4 03 2018

Viele Nutzerinnen und Nutzer unserer Onleihe wissen es schon: Öffentliche Bibliotheken können nicht ohne weiteres auf dem freien Markt erhältliche E-Books für den „Verleih“ an ihre Leserinnen und Leser erwerben. Die Rechteinhaber – sprich: die Verlage – können frei entscheiden, ob sie mit den Bibliotheken entsprechende Lizenzen abschließen – und falls ja, unter welchen Bedingungen.

Sie können z. B. Lizenzen für E-Medien zu einem deutlich höheren Preis als dem Ladenpreis verkaufen und/oder stellen sie nur für eine deutlich begrenzte Laufzeit zur Verfügung.  Lizenzen für E-Medien der Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier z. B. sind für Bibliotheken teurer als für Einzelkunden und können dann auch nur eine kurze Zeitspanne genutzt werden.

Relativ neu ist eine weitere Hürde: der sogenannte „Library Block“ oder das „Windowing“. Das bedeutet: Verlage bieten ihre Neuerscheinungen erst mit deutlicher Zeitverzögerung zum Lizenzerwerb an.

Jüngst verkündete z. B. die Verlagsgruppe Random House, ihre Neuerscheinungen ab sofort erst mit einem zeitlichen Verzug von 3 bis maximal 12 Monaten anzubieten.  Auch Bastei Lübbe arbeitet mit unterschiedlichen Sperrfristen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Verlage ihre Vertriebspolitik hinsichtlich Sperrfristen gegenüber unserem Dienstleister auch nicht kommunizieren, so dass dieser uns keine komplette Übersicht darüber geben kann, welche Verlage mit welchen Sperrfristen arbeiten.

Unser Dienstleister befindet sich aber dauerhaft mit den Verlagen im Gespräch. So ist es gelungen, dass der DuMont-Verlag nicht mehr mit Sperrfristen arbeitet und wir Lizenzen zeitnah nach Erscheinung erwerben können.

In der Gesamtansicht bedeutet das konkret aber, dass wir Ihnen zukünftig viele Onleihe-Titel nur mit einer Zeitverzögerung von bis zu einem Jahr werden anbieten und auch keine genaue Zeitprognose zum Erscheinungsdatum werden abgeben können.

 





OVH-NEWS! Änderungen in AGB und Datenschutzerklärung

13 08 2017

Am 14.08. werden unsere AGB und Datenschutzbestimmungen aktualisiert. Bei der ersten Anmeldung ab dem Stichtag ist eine erneute Bestätigung von AGB und Datenschutzbestimmung notwendig.  Die Änderungen betreffen insbesondere die Angebote von  Tigerbooks und Drittanbietern. Zusätzlich gibt es kleinere Anpassungen im ganzen Text, wie z.B. DiViBib zu divibib, o. Ä. Die vollständigen Änderungen finden Sie hier.

Die vollständige und aktualisierte AGB und Datenschutzerklärung finden Sie ab dem 14.08.2017 auf unserer Portalseite.





RECHT! Portugal erlaubt Umgehung von Kopierschutz/DRM

17 05 2017

Das portugiesische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, wonach die Umgehung von Kopierschutztechnologien für Wissenschaft, Bildung und Privatkopie explizit erlaubt wird. Ein Gespräch mit Marcos Marado über Hintergründe und Folgen dieser bahnbrechenden Entscheidung. Eine der problematischsten Ideen, die Mitte der 1990er Jahre in internationale Verträge zum Urheberrecht hineinlobbyiert und danach via EU-Urheberrechtsrichtlinie den Weg auch ins deutsche Urheberrecht gefunden hat, ist das Verbot der Umgehung von Kopierschutztechnologien (Digitales Rechtemanagement, DRM). Gemäß § 95a UrhG ist nicht nur das Aushebeln von Kopierschutz untersagt, auch „die Herstellung, die Einfuhr, die Verbreitung, der Verkauf, die Vermietung“ bis hin zum gewerblich motivierten Besitz von Werkzeugen, die eine solche Umgehung des Kopierschutzes ermöglichen.

Quelle: netzpolitik.org





NEWS! Suchmaschinen drehen illegalen Download-Seiten den Traffic ab

30 04 2017

Suchmaschinen sind für zahlreiche Websites ein wichtiger Traffic-Zulieferer, viele Plattformen erhalten mehr als 50 Prozent ihrer Besucher über Google & Co. Illegale Download-Angebote müssen inzwischen aber fast durchweg ohne diesen Traffic-Kanal auskommen, auch im Bereich der eBook Warez sind die großen Plattformen bei Google inzwischen praktisch unsichtbar. Am gestrigen Montag wurde publik, dass Google und Microsoft in Großbritannien…

Quelle: Suchmaschinen drehen illegalen Download-Seiten den Traffic ab » lesen.net





RECHT! Kommt eine reduzierte Mehrwertsteuer für e-Books noch 2017?

1 03 2017

Kommt die Mehrwertsteuer-Senkung für E-Books auf sieben Prozent tatsächlich noch vor der Bundestagswahl im Herbst? Das hängt davon ab, wie schnell die EU-Kommission grünes Licht gibt – ein entsprechender Richtlinien-Entwurf zur Vereinfachung des Steuersystems liegt seit Ende 2016 bereits vor. Und der politische Druck wächst: der Bundesrat fordert in einem Beschluss vom letzten Freitag die „zügige Verabschiedung“ der Richtlinie – die Senkung der Mehrwertsteuer sei ein „wichtiges Anliegen zur Sicherung der Medienvielfalt“.

Quelle: e-book-news.de





RECHT! EU-Kommission will Mehrwertsteuer für E-Books senken

25 01 2017

Den Mitgliedstaaten soll es ermöglicht werden, ihre Mehrwertsteuersätze für elektronische Veröffentlichungen wie E-Books und Online-Zeeuropaeische-kommission-ebook-mehrwertsteur-293x300itungen zu senken.

Durch diese Regelung wird die Mehrwertsteuer für E-Books der für gedruckte Titel angepasst. Es wird gehofft, so den Umsatz am Markt steigern zu können. Wann diese Regelung in Kraft tritt, steht noch nicht fest. Zudem kann die Bundesregierung diese Option nutzen, sie muss es aber nicht.

Hoffen wir das Beste!

Quelle: e-book-news.de » Neuer Gesetzesvorschlag: EU-Kommission will Mehrwertsteuer für E-Books senken





SPRACHE! » iBook ohne „s“ – das darf nicht sein: Apple zensiert E-Books mit „falschen“ Produktnamen

18 01 2017

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Sprache und Regeln in der Sprache sind zur Verständigung wichtig. Ohne eine einheitliche Grammatik würde man sich nur schwer verstehen können. Doch Apple und Co. treiben es jetzt auf die Spitze und stellen für ihre Marktteilnehmer neue Regeln auf. So durfte beispielsweise ein eBook in der ursprünglichen Fassung nicht vertrieben werden, da im Buch von „iBook“ statt von „iBooks“ die Rede war.

Keine Sorge, auf der Seite des OVH findet man unter beiden Begriffen die selben Ergebnisse…

Quelle: e-book-news.de » iBook ohne „s“ – das darf nicht sein: Apple zensiert E-Books mit „falschen“ Produktnamen





RECHT! EuGH-Urteil stützt E-Book-Verleih durch Bibliotheken

14 12 2016

Kommen endlich mehr E-Books in unsere Bibliotheken – inklusive von Belletristik-Bestsellern? Eine aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) könnte dazu führen — es stellt nämlich E-Books und Print-Bücher rechtlich auf die gleiche Stufe. Gedruckte Titel können öffentliche Bibliotheken ganz normal einkaufen und für die Ausleihe zur Verfügung stellen. Bei E-Books mussten bisher dagegen bisher spezielle Verleih-Lizenzen erwerben — soweit14 die Verlage überhaupt dazu bereit waren.

Quelle: e-book-news.de EuGH gibt grünes Licht für E-Book-Verleih, doch offene Fragen bleiben – iRights.info





NEWS! Vergleichbarkeit von E-Ausleihe mit herkömmlicher Ausleihe

29 07 2016

Die internationale Bibliothekswelt begrüßt in einer gemeinsamen Presseerklärung die Einschätzung des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Juni, dass das Verleihen von E-Books mit dem Verleihen von gedruckten Büchern vergleichbar sei. Bei dem  aktuellen Rechtsstreit zwischen der Vereniging Openbare Bibliotheken (VOB), dem Verband der Öffentlichen Bibliotheken in den Niederlanden, und der Stichting Leenrecht, die sich mit der Vergütung von Urhebern befasst, geht es um die Klärung der Frage, ob die Europäische Verleihrichtlinie auch E-Books umfasst. Der Deutsche Bibliotheksverband begrüßt diese Einschätzung ebenfalls, da das Urteil auch Auswirkungen auf die Rechtslage in Deutschland haben wird, und wartet mit Spannung auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes. 

(Quelle: dbv-Newsletter Nr. 73 2016 vom 29.06.2016)





Digitaler Nachlass: Was geschieht mit ebooks nach dem Tod seiner Besitzer?

10 06 2016

Das Plesen.netroblem ist hinlänglich bekannt: Stirbt ein Mensch, hinterlässt er neben seinem haptischen Erbe Unmengen von E-Mail-Adressen, Social-Media-Profilen und Shopping-Konten. Internet-Anbieter widmen sich erst allmählich diesem Problem…Stellen große private analoge Bibliotheken die Erben oft vor große Probleme hinsichtlich der angemessenen zukünftigen Nutzung („Ich kann kein Buch wegwerfen!“), kommen sie im Falle von digitalen Bibliotheken oft gar nicht erst an diese Bücher heran: denn rein juristisch gesehen, erwirbt man beim Kauf eines ebooks gar keinen Besitz, sondern nur ein klar definiertes Nutzungsrecht…

 Digitaler Nachlass